Instagram: 1.000 und eine Möglichkeit für Ihr Unternehmen

Mit 30 Millionen Nutzern dümpelte Instagram bis zum Jahr 2012 so vor sich hin. Dann kam Facebook und kaufte das Unternehmen. Der Rest ist schon jetzt Geschichte, und aus den paar Millionen Nutzern wurden immer mehr – inzwischen über eine Milliarde.

Was die Nutzung von Instagram für den Erfolg Ihres Unternehmens bedeuten kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhalt:

  • Was ist Instagram eigentlich?
  • Die wesentlichen Vorteile von Instagram auf einen Blick
  • Legen Sie Ihre Marketingziele fest
  • Privates Profil oder Profi-Konto?
  • Herausforderung Instagram-Bio
  • Storys, Videos, Fotos
  • Hashtags bei Instagram
  • Mythen um den Hashtag
  • „Muss ich noch mehr wissen?“

Was ist Instagram eigentlich?

Instagram ist – Sie ahnen es bereits – ein soziales Netzwerk. Veröffentlicht werden Videos und Fotos, mit mehr als einer Milliarde Nutzern gehört Instagram zu den ganz großen Playern auf dem Markt der sozialen Medien.

Die Kernfunktion von Instagram lautet: Sehen und gesehen werden (wobei das natürlich eine Art Naturgesetz sozialer Netzwerke ist). Während man bei anderen Angeboten nicht immer sicher sein kann, dass die mobile Version so zuverlässig ist wie das Desktop-Angebot, ist es bei Instagram umgekehrt. Die ganze Bandbreite aller Funktionen kann man nur mit Android oder iOS nutzen.

Die wesentlichen Vorteile von Instagram auf einen Blick

Keine Frage, Instagram ist – nicht nur wegen der großen Anzahl an Nutzern – eine ausgezeichnete Plattform, um das eigene Unternehmen weiter nach vorn zu bringen. Planlos sollten Sie dabei aber nicht vorgehen, dann verzetteln Sie sich.

Beginnen Sie also mit einem Marketingplan. Ohne ein vernünftiges Konzept werden Sie schnell an Ihre Grenzen stoßen. Worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie im nächsten Kapitel. Nun aber erst einmal eine kleine Übersicht über das Potenzial, das Ihnen Instagram bietet:

  • Sie können Aufmerksamkeit erzeugen und Reichweite generieren
  • Sie können direkt mit Nutzern kommunizieren
  • Sie können Hinweise und Feedbacks zu Ihren Produkten erhalten
  • Instagram kann zu einem wahren Traffic-Lieferanten für Ihre Website werden
  • Über Instagram lassen sich auch direkt Ihre Produkte verkaufen
  • Sie können Kooperationen mit Influencern aufbauen
  • Sie können aus dem großen Nutzer-Pool heraus immer wieder neue Nutzergruppen aufbauen

Das klingt doch nicht übel, oder? Man muss allerdings auch auf so etwas wie einen Haken aufmerksam machen (obwohl es bei genauerer Betrachtung kein Haken, sondern nur die Konsequenz Ihres Plans ist). Denn diese Möglichkeiten führen nur zum Erfolg, wenn Sie Instagram gewissenhaft und regelmäßig bedienen. Mit einem Bild in der Woche oder gar einem Posting im Monat werden Sie – das muss man so unverblümt sagen – krachend scheitern. Ihnen muss also klar sein, dass sich der Erfolg auf Instagram nicht einstellt, wenn Sie einfach ganz fest dran glauben. Etwas mehr gehört schon dazu.

Legen Sie Ihre Marketingziele fest

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete, das gilt nicht nur im Marketing. Daher sollten Sie mit folgenden Schritten beginnen, bevor Sie sich ins Getümmel von Instagram stürzen:

  • Definieren Sie Ihre Zielgruppe
  • Beobachten Sie die Wettbewerber, Sie können unter Umständen viel von ihnen lernen
  • Klären Sie, wo sich Ihr Marketing Funnel befindet, und leiten Sie daraus die entsprechenden Maßnahmen ab

Konkrete Maßnahmen könnten folgendermaßen aussehen:

  • „Ask me“-Session
  • „Behind the Scences“-Storys
  • Expertentipps
  • Video-Testimonials

Legen Sie zudem einen Contentplan und die angepeilte Frequenz fest:

  • Relevanter Content
  • Hochwertige Fotos
  • Authentizität
  • Hashtags
  • Verlinkungen
  • Stories
  • Reels
  • Algorithmus (Saves are the new Like)
  • Organische Reichweite und Instagram Ads
  • Community Management
  • Followerzahl steigern
  • Erfolgskontrolle
  • Social Listening

Privates Profil oder Profi-Konto?

Wenn Sie auf Instagram ein Profil anlegen, wird zunächst einmal ein privates angelegt. Als Unternehmen ist es aber sinnvoll, wenn Sie auf ein professionelles Konto umstellen. Hier stehen zwei Varianten zur Auswahl:

  1. Creator-Konto: Eignet sich für Influencer, Künstler, Content-Ersteller und Personen des öffentlichen Lebens.
  2. Business-Konto: Eignet sich für Serviceanbieter, Organisationen, Marken, lokale Unternehmen und Einzelhändler.

Bei dieser Art von Konten stehen Ihnen zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung, also etwa ein Kontakt-Button direkt auf der Profilseite. Sie können sich zudem leichter mit ihren Fans verbinden, die Kommunikation wird erleichtert. Und für Ihre Analysen erhalten Sie Einblicke und unterschiedliche Kennzahlen und können die Ergebnisse zu PR-Aktionen analysieren.

Das Business-Konto bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Ihr Instagram-Konto mit Ihrem Facebook-Konto zu verbinden. Sie können also beide Kanäle koppeln, was die Möglichkeit für Sie um einen weiteren Faktor erhöht.

Herausforderung Instagram-Bio

Die Instagram-Bio ist nicht ohne. Man muss auf Zeilenumbrüche und Leerzeichen achten, denn beides muss an genau den richtigen Stellen verwendet werden. Daran kann man schon mal verzweifeln. Die Instagram-App hilft auch nicht unbedingt weiter, weil Zeilenumbrüche, Schrift- und Bildschirmgröße Einfluss auf die Formatierung nehmen. Und schon sieht es nicht so aus, wie Sie sich das vorgestellt haben.

Doch es gibt Lösungen für dieses Problem. Man kann zum einen seine Bio über die Instagram-Website erstellen. Dafür muss man sich über die Website „Instagram.com“ einloggen, dann werden Zeilenumbrüche übernommen. Oder man orientiert sich an der Bio anderer Nutzer, die richtig formatiert sind.

Storys, Videos, Fotos

Nur mal eine kleine Hausnummer: Jeden Tag werden auf Instagram 934 Fotos hochgeladen. Obwohl, Moment, da fehlt noch ein Hinweis: pro Sekunde!

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, auf Instagram etwas zu posten. Da wären zunächst einmal Fotos und Videos. Dabei haben Sie die Wahl, ob Sie vorhandenen Content nutzen, eigenen hochladen oder direkt ein Foto oder Video aufnehmen. Zahlreiche Filter erleichtern das Anpassen Ihres Contents.

Videos können Sie schneiden oder kürzen, Fotos können Sie nach Lust und Laune zuschneiden. Zudem lassen sich die Kontraste anpassen und Verlaufsfilter integrieren.

Die Kombination von Videos und Bildern erlaubt die Instagram Story. Wenn Sie beides über Ihre persönliche Instagram Story teilen, können Nutzer durch einen Klick darauf reagieren. Storys dienen auch der Erzeugung von Reichweite, denn sie werden ganz oben im Home Feed angezeigt.

Normalerweise verschwinden Instagram Storys nach 24 Stunden von Ihrem Profil, Direct-Postfach oder Feed. Das können Sie aber verhindern, indem Sie Ihre Story als Highlight hinzufügen. So ist sie dauerhaft in Ihrem Profil sichtbar.

Gewissermaßen „zum guten Ton“ gehören natürlich auch auf Instagram Live-Videos bzw. Livestreams. Das Live-Video ermöglicht die direkte Kommunikation mit Ihren Followern, zu erkennen ist es am eingeblendeten Hinweis „LIVE“. Mit einem solchen Video können Sie ganz nah an die Nutzer herankommen, und Ihre Nutzer an Sie.

Ein feines Marketinginstrument sind auch gemeinsame Livestreams. Damit das funktioniert, können Ihnen Nutzer Anfragen senden, die Sie ganz einfach bestätigen können. Livestreams schaffen eine große Nähe, da es eine direktere Kommunikation (außer vielleicht gemeinsam bei einem Bier oder Wein in einem Restaurant) kaum geben kann. Das Live-Video können Sie in Ihrer Story 24 Stunden lang teilen, sodass auch andere Nutzer es sehen können und vielleicht selbst Interesse daran entwickeln.

Eine Besonderheit ist Instagram IGTV. Dabei handelt es sich sozusagen um Fernsehen im Netz. Auf unzähligen Kanälen können Creators ihre Videos anzeigen, es gibt also eine Art Fernsehprogramm. Die zulässige Dauer der Videos liegt zwischen 15 Sekunden und 10 Minuten, verifizierte, größere Konten können sogar Videos bis zu einer Länge von 60 Minuten einstellen.

Hashtags bei Instagram

Kommen wir zum Schluss zu Hashtags. Häufig werden sie hauptsächlich mit Twitter in Verbindung gebracht. Aber auch auf Instagram spielen sie eine gewichtige Rolle. Schließlich lassen sich Suchen über Hashtags viel einfacher und zielgerichteter organisieren. Um gefunden zu werden, ist dafür allerdings ein öffentliches Profil notwendig. Das sollte für Unternehmen aber eine Selbstverständlichkeit sein.

Hashtags sind also eine nützliche Sache, keine Frage. Als Allzweckwaffe sollten Sie sie aber dennoch nicht betrachten. Denn der Instagram-Algorithmus berücksichtigt weitere Faktoren, die über die Verwendung von Hashtags hinausgehen (einige haben wir hier bereits genannt). Aber Algorithmus hin oder her, mit Hashtags können Sie Ihre Reichweite deutlich steigern, nutzen Sie sie also auf jeden Fall.

Hashtags können Sie bei all Ihren Beiträgen verwenden, also im Zusammenhang mit Fotos, Videos, Storys und in Kommentaren. Sinnvoll ist es aber, nicht aus dem Bauch heraus und in großer Zahl Hashtags zu benutzen, das wäre inflationär. Orientieren Sie sich zum Beispiel an den „Trending Hashtags for Instagram“, und wenn Ihr Beitrag dazu passt, dann verbinden Sie beides.

Mythen um den Hashtag

Doch wie und wo setzt man Hashtags am besten ein? Um diese Frage haben sich Mythen gebildet, die teilweise hartnäckig geglaubt werden. Zum Beispiel macht schon seit langer Zeit das Gerücht die Runde, man solle seinen Hashtag nicht im Beitrag unterbringen, sondern direkt einen Kommentar posten, in den man den Hashtag einbaut. Das allerdings macht schon deswegen keinen Sinn, da soziale Medien eine besondere Zeitrechnung haben. Und die drückt sich oft in Millisekunden aus. Da zwischen dem Beitrag und dem (eigenen) ersten Kommentar aber eine deutlich größere Zeitspanne liegen kann, verliert man auf diese Art wichtige Sekunden oder sogar Minuten. Es versteht sich von selbst, dass sich das auf das Ranking nicht positiv auswirken kann.

Kein Gerücht oder Mythos ist die Annahme, dass generische Hashtags ein wenig überschätzt werden. Dabei handelt es sich um Hashtags mit hohem Suchvolumen. Das scheint praktisch für die Reichweite zu sein, hat aber den Nachteil, dass Posts mit solchen Hashtags schnell in der Masse verschwinden. Die Aufmerksamkeit ist also von nur kurzer Dauer. Erschwerend hinzu kommen Bots, die generische Hashtags besonders „lieb“ haben. Die Folge sind häufig Spam-Kommentare, die durch Spam-Accounts erzeugt werden.

Interessant ist der Reiter „Beliebteste Beiträge“, allerdings nur, wenn Sie mit Ihrem Profil in der Lage sind, innerhalb kurzer Zeit eine hohe Engagement Rate zu erzielen.

Selbst, wenn Ihr Profil aber noch recht jung ist und der Aufbau der Follower noch nicht weit fortgeschritten ist, können Sie von Hashtags profitieren, und zwar von Nischen-Hashtags. Beiträge dieser Art haben eine deutlich geringere Konkurrenz und sind daher länger sichtbar. Oft drehen sich solche Nischen-Hashtags um bestimmte Orte oder beziehen sich auf aktuelle Ereignisse. Betrachten Sie daher Nischen-Hashtags als eine Art Sprungbrett.

„Muss ich noch mehr wissen?“

Und ob Sie noch mehr wissen müssen! Die Arbeit mit sozialen Medien ist ein Lernprozess, der nicht endet. Zum einen ist es eine Herausforderung, sich mit den verschiedenen Funktionen zu beschäftigen. Zum anderen sind es oft Details, die darüber entscheiden, ob eine Strategie aufgeht. Und zum dritten ändern sich viele Dinge regelmäßig, beispielsweise die Algorithmen.

Aber Sie wissen ja: Lebenslanges Lernen hält den Geist fit.